Sehenswürdigkeiten in Bayern

Schloss Nymphenburg – königliche Geschichte und Schlosspark in München

Schloss Nymphenburg liegt im Westen von München und entstand ab 1664 als Sommerresidenz der Wittelsbacher. Zur weitläufigen Anlage gehören das Hauptschloss, der historische Schlosspark mit Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause sowie das Marstallmuseum. König Ludwig II. wurde 1845 hier geboren. Damit gehört Nymphenburg zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten in Bayern. Für Schloss, Park und ausgewählte Nebengebäude solltest du mehrere Stunden einplanen.

Schloss Nymphenburg in München mit Schlosskanal

SCHLOSS NYMPHENBURG

Schloss Nymphenburg auf einen Blick

Standort
München, Stadtteil Nymphenburg
Region
Oberbayern
Schloss-Typ
ehemalige Sommerresidenz der Wittelsbacher
Baubeginn
1664
Bauherrschaft
Kurfürst Ferdinand Maria & Henriette Adelaide von Savoyen
Ursprung
Gründung nach der Geburt des Thronfolgers Max Emanuel
Historische Persönlichkeit
Geburtsort König Ludwigs II. am 25. August 1845
Schlosspark
Barocke Strukturen & Landschaftspark englischer Prägung
Parkburgen
Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg & Magdalenenklause
Museen
Marstallmuseum & Museum Nymphenburger Porzellan
Parkzugang
Schlosspark ohne Eintrittskarte zugänglich
Highlight
Schloss, Parkburgen, Gartenkunst & Wittelsbacher Geschichte
Schloss Nymphenburg in München mit Schlosskanal

Schloss Nymphenburg – königliche Geschichte im Westen Münchens

Schloss Nymphenburg gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen Münchens. Die ehemalige Sommerresidenz der Wittelsbacher entstand ab 1664 westlich der damaligen Residenzstadt und wurde über Generationen zu einer weitläufigen Schloss- und Gartenanlage erweitert.

Heute verbinden sich hier historische Prunkräume, der große Schlosspark, vier Parkburgen sowie das Marstallmuseum mit dem Museum Nymphenburger Porzellan. Wer das Schloss besucht, erlebt deshalb nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern ein Ensemble aus Architektur, Gartenkunst und bayerischer Hofgeschichte.

Die Geschichte von Schloss Nymphenburg

Die Gründung von Schloss Nymphenburg geht auf die Geburt des Thronfolgers Max Emanuel im Jahr 1662 zurück. Kurfürst Ferdinand Maria und Henriette Adelaide von Savoyen ließen daraufhin einen Sommersitz westlich von München errichten. 1664 begann der Bau nach Plänen des italienischen Architekten Agostino Barelli.

Unter Max Emanuel erhielt die Anlage ab 1701 zunehmend ihre heutigen Dimensionen. Im 18. Jahrhundert wurde Nymphenburg weiter ausgebaut und entwickelte sich zu einer repräsentativen Sommerresidenz der Wittelsbacher. König Ludwig II. von Bayern wurde am 25. August 1845 in Schloss Nymphenburg geboren. Seine späteren Schlossprojekte prägen Bayerns Kulturlandschaft bis heute und verbinden Nymphenburg semantisch mit weiteren Schlössern und Sehenswürdigkeiten in Bayern.

Prunkräume im Schloss Nymphenburg

Im Hauptschloss geben die historischen Räume Einblick in die höfische Wohn- und Repräsentationskultur der Wittelsbacher. Die Ausstattung zeigt unterschiedliche Epochen der Schlossgeschichte und macht sichtbar, wie sich Nymphenburg vom frühen Sommersitz zur großen Residenzanlage entwickelte.

Zu den besonders eindrucksvollen Bereichen zählt der Steinerne Saal im Mittelbau. Für den Schlossbesuch lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen und die Innenräume anschließend mit einem Rundgang durch den Schlosspark zu verbinden.

Schlosspark Nymphenburg mit Kanal und historischer Parklandschaft

Schlosspark Nymphenburg – vom Barockgarten zum Landschaftspark

Der Schlosspark ist ein eigenständiger Höhepunkt der Anlage. Ab 1701 ließ Max Emanuel den Garten umgestalten und einen Kanal anlegen. Im frühen 19. Jahrhundert verwandelte Hofgartenintendant Friedrich Ludwig von Sckell den geometrisch geprägten französischen Garten in einen Landschaftspark englischer Prägung.

Breite Sichtachsen, Kanäle, Baumgruppen und verschlungene Wege verbinden die repräsentative Schlossarchitektur mit einer weitläufigen Parklandschaft. Der Schlosspark lässt sich deshalb auch unabhängig von einem Museumsbesuch als besonderes Ausflugsziel entdecken. Weitere historische Orte, Parks und Sehenswürdigkeiten findest du im VisitBayern-Guide München entdecken.

Amalienburg im Schlosspark Nymphenburg

Amalienburg – Rokoko im Schlosspark

Die Amalienburg gehört zu den vier Parkburgen im Schlosspark Nymphenburg. Sie entstand im 18. Jahrhundert und zählt zu den besonderen Beispielen höfischer Rokoko-Architektur innerhalb der Anlage.

Gemeinsam mit Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause macht sie deutlich, dass der Nymphenburger Park weit mehr als eine Gartenanlage ist. Die Parkburgen setzen eigene architektonische Akzente und lassen sich bei einem längeren Rundgang miteinander verbinden.

Historische Parkburg im Schlosspark Nymphenburg

Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause

Neben der Amalienburg liegen mit Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause drei weitere historische Parkburgen im Schlosspark. Jede von ihnen besitzt einen eigenen Charakter und steht für unterschiedliche Facetten höfischer Architektur und Nutzung.

Die Innenräume der Parkburgen sind saisonal zugänglich. Wer sie besichtigen möchte, sollte deshalb vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten prüfen. Im Winterhalbjahr bleiben die Parkburgen geschlossen.

Marstallmuseum – Kutschen und Prunkfahrzeuge der Wittelsbacher

Das Marstallmuseum befindet sich in den südlichen Kavaliersgebäuden von Schloss Nymphenburg. Mehr als 40 repräsentative Kutschen, Schlitten und Reitzubehör aus Wittelsbacher Besitz dokumentieren rund 300 Jahre höfische Wagenbaukunst sowie Fahr- und Reitkultur.

Zu den Höhepunkten gehören die Prunkfahrzeuge König Ludwigs II. Im Obergeschoss befindet sich außerdem das Museum Nymphenburger Porzellan. Damit ergänzt das Marstallmuseum den Schlossbesuch um weitere Aspekte der bayerischen Hof- und Kunstgeschichte.

Schloss Nymphenburg in München

Öffnungszeiten von Schloss Nymphenburg 2026

Schloss Nymphenburg und das Marstallmuseum sind vom 1. April bis 15. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 16. Oktober bis März gelten täglich Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr. Die Parkburgen sind vom 1. April bis 15. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet und im Winterhalbjahr geschlossen.

Letzter Einlass und Ticketverkauf ist jeweils 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeit. Aktuell ist das Lackkabinett im Appartement der Kurfürstin wegen Restaurierungsarbeiten voraussichtlich bis Ende 2027 nicht zugänglich. Die übrigen Prunkräume können laut Bayerischer Schlösserverwaltung besichtigt werden. Stand: 18.09.2026.

Eingang zu Schloss Nymphenburg in München

Eintrittspreise für Schloss Nymphenburg 2026

Der Eintritt in Schloss Nymphenburg kostet 2026 regulär 10 Euro und ermäßigt 9 Euro. Die Gesamtkarte Nymphenburg kostet vom 1. April bis 15. Oktober regulär 20 Euro und ermäßigt 18 Euro. Vom 16. Oktober bis 31. März kostet sie regulär 16 Euro und ermäßigt 14 Euro.

Die Gesamtkarte umfasst Schloss Nymphenburg, Marstallmuseum mit Museum Nymphenburger Porzellan sowie in der Sommersaison die Parkburgen. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Preise können sich ändern und sollten vor dem Besuch offiziell geprüft werden. Stand: 18.09.2026.

Wie viel Zeit solltest du für Schloss Nymphenburg einplanen?

Für einen Besuch des Hauptschlosses solltest du genügend Zeit für die historischen Räume einplanen. Wer zusätzlich durch den Schlosspark spazieren, die Parkburgen besichtigen und das Marstallmuseum besuchen möchte, kann problemlos mehrere Stunden in Nymphenburg verbringen.

Für einen umfassenden Besuch ist ein halber Tag eine gute Orientierung. Gerade bei gutem Wetter lohnt es sich, den Park nicht nur als Verbindung zwischen den Gebäuden zu sehen, sondern als eigenen Teil des Nymphenburg-Erlebnisses. Wenn du den Ausflug anschließend typisch münchnerisch ausklingen lassen möchtest, liegt mit dem Königlichen Hirschgarten ein traditionsreicher Biergarten im Münchner Westen und damit eine passende Ergänzung zum Schlossbesuch.

Schloss Nymphenburg und Schlosspark in München

VisitBayern Tipp für Schloss Nymphenburg

Plane Schloss Nymphenburg nicht nur als Museumsbesuch. Die Kombination aus Hauptschloss, Schlosspark, Parkburgen und Marstallmuseum macht die Anlage besonders vielseitig. Wer ausreichend Zeit mitbringt, erlebt Architektur, Gartenkunst und bayerische Geschichte an einem Ort. Noch mehr Ideen für deinen nächsten Tag findest du bei den Ausflugszielen in Bayern.

Stefan Vogel

Geschrieben von

Stefan Vogel

Gründer, Herausgeber und Autor von VisitBayern

Stefan Vogel ist Gründer, Herausgeber und Autor von VisitBayern. Für VisitBayern ist er regelmäßig selbst in Bayern unterwegs und recherchiert Ausflugsziele, Seen, Wanderungen, Städte sowie besondere Gastgeber vor Ort. Seine persönlichen Erfahrungen, Fotos und Videos verbindet er mit sorgfältig recherchierten und aktuellen Informationen für die Reise- und Ausflugsplanung.
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Häufige Fragen zu Schloss Nymphenburg

Die wichtigsten Fragen zu Geschichte, Schlosspark, Parkburgen, Öffnungszeiten, Eintritt und Besuch von Schloss Nymphenburg.

Was ist das Besondere an Schloss Nymphenburg?

Schloss Nymphenburg verbindet eine ehemalige Sommerresidenz der Wittelsbacher mit historischen Prunkräumen, einem weitläufigen Schlosspark und vier Parkburgen. Zur Anlage gehören außerdem das Marstallmuseum und das Museum Nymphenburger Porzellan. König Ludwig II. wurde 1845 in Schloss Nymphenburg geboren.

Wann wurde Schloss Nymphenburg gebaut?

Der Bau von Schloss Nymphenburg begann 1664. Anlass für die Gründung der Sommerresidenz war die Geburt des Thronfolgers Max Emanuel im Jahr 1662. Der ursprüngliche Sommersitz wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einer weitläufigen Schlossanlage erweitert.

Welche Parkburgen gehören zu Schloss Nymphenburg?

Zum Schlosspark Nymphenburg gehören Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause. Die vier Parkburgen liegen innerhalb des weitläufigen Parks und können während der Sommersaison besichtigt werden. Im Winterhalbjahr sind sie geschlossen.

Was kostet der Eintritt in Schloss Nymphenburg 2026?

Der Eintritt in Schloss Nymphenburg kostet 2026 regulär 10 Euro und ermäßigt 9 Euro. Die Gesamtkarte Nymphenburg kostet im Sommer regulär 20 Euro und im Winter regulär 16 Euro. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Stand: 18.09.2026.

Wann ist Schloss Nymphenburg geöffnet?

Vom 1. April bis 15. Oktober sind Schloss Nymphenburg und das Marstallmuseum täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 16. Oktober bis März gelten täglich 10 bis 16 Uhr. Die Parkburgen sind nur vom 1. April bis 15. Oktober geöffnet. Stand: 18.09.2026.

Wie lange braucht man für Schloss Nymphenburg?

Für Schloss Nymphenburg mit Schlosspark und weiteren Sehenswürdigkeiten solltest du mehrere Stunden einplanen. Wenn du neben dem Hauptschloss auch Parkburgen und Marstallmuseum besuchen möchtest, ist ein halber Tag eine gute Orientierung.

Ist der Schlosspark Nymphenburg kostenlos?

Der Schlosspark Nymphenburg kann ohne Eintrittskarte besucht werden. Für Schloss Nymphenburg, das Marstallmuseum und die Innenräume der Parkburgen gelten dagegen separate Eintrittspreise beziehungsweise die Gesamtkarte Nymphenburg.

REDAKTIONELL GEPRÜFT

Informationen & Quellen

Zuletzt redaktionell geprüft: 18.09.2026

Die Informationen zu Geschichte, Schlosspark, Parkburgen, Museen, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen wurden anhand offizieller Angaben der Bayerischen Schlösserverwaltung geprüft. Angaben zu Preisen, Öffnungszeiten, Zugänglichkeit einzelner Räume und saisonalen Angeboten können sich kurzfristig ändern.

Offizielle Quellen:

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