MÜNCHEN · OBERBAYERN

Olympiapark München: Olympiaberg, Architektur & Highlights

✓ Von VisitBayern vor Ort besucht

Der Olympiapark entstand für die Olympischen Sommerspiele 1972 und verbindet ikonische Zeltdach-Architektur mit Olympiastadion, Olympiahalle, Olympiasee und Olympiaberg. Der rund 290 Hektar große Park ist frei zugänglich und bis heute Veranstaltungs- und Erholungsort. Olympiaturm und Olympiastadion sind aktuell sanierungsbedingt geschlossen; der Olympiaberg bleibt ein kostenloser Aussichtspunkt.

Olympiapark München mit Zeltdach, Olympiasee und Olympiaberg

OLYMPIAPARK MÜNCHEN

Olympiapark München auf einen Blick

Standort
München, Oberwiesenfeld
Region
Oberbayern
Entstehung
1967 bis 1972 für die XX. Olympischen Sommerspiele
Fläche
rund 290 Hektar
Architektur
Behnisch & Partner mit ikonischer Zeltdach-Konstruktion; Frei Otto als prägende Fachkompetenz
Landschaftsplanung
Günther Grzimek
Design
Otl Aicher prägte das visuelle Erscheinungsbild und die Piktogramme
Highlights
Olympiastadion, Olympiahalle, Olympiaberg, Olympiasee, Olympisches Dorf und Zeltdach
Olympiaberg
rund 60 Meter hoher Trümmerberg mit Aussicht über München
Olympiasee
rund 8,6 Hektar
Denkmalschutz
seit 1998 als Ensemble in der Bayerischen Denkmalliste
UNESCO
auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe
Die Geschichte des Olympiaparks in München
Die Geschichte des Olympiaparks in München

Warum der Olympiapark zu Münchens wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört

Der Olympiapark ist Architekturdenkmal, Landschaftspark, Sportstätte, Veranstaltungsort und Erinnerungsort zugleich. Kaum ein anderer Ort in München verbindet die Aufbruchsstimmung der frühen 1970er-Jahre so sichtbar mit heutiger Freizeit- und Eventkultur.

Das transparente Zeltdach, die modellierte Landschaft und die offenen Wege machen das Ensemble bis heute unverwechselbar.

Olympische Spiele 1972 und die Idee eines offenen Parks

Nach der Vergabe der Olympischen Sommerspiele an München entstand auf dem ehemaligen Oberwiesenfeld ein neues Sport- und Landschaftsensemble. Der Wettbewerbsentwurf von Behnisch & Partner setzte bewusst auf Leichtigkeit, Transparenz und eine Abkehr von monumentaler Sportarchitektur.

Landschaftsarchitekt Günther Grzimek formte Hügel, Mulden und offene Grünräume zu einem Gebrauchspark, der nach den Spielen dauerhaft von der Stadtgesellschaft genutzt werden sollte.

Zeltdach, Olympiastadion und Olympiahalle

Das geschwungene Zeltdach ist das architektonische Wahrzeichen des Olympiaparks. Die transparente Dachlandschaft verbindet mehrere Hauptsportstätten und wurde zu einer Ikone der Nachkriegsmoderne.

Das Olympiastadion war 1972 zentraler Austragungsort der Spiele und später jahrzehntelang Heimat des FC Bayern und des TSV 1860 München. Die Olympiahalle wird bis heute für Sport, Konzerte und Veranstaltungen genutzt.

Olympiaberg – kostenloser Aussichtspunkt über München

Der rund 60 Meter hohe Olympiaberg besteht überwiegend aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs und wurde in die Landschaftsgestaltung des Parks integriert.

Vom Gipfel reicht der Blick über Zeltdach, Olympiasee, Münchner Skyline und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Gerade während der Sanierung des Olympiaturms ist der Olympiaberg der wichtigste frei zugängliche Aussichtspunkt im Park.

Olympiasee und Parklandschaft

Der rund 8,6 Hektar große Olympiasee entstand durch Aufstauung des Nymphenburg-Biedersteiner Kanals. Geschwungene Ufer, Brücken und Wege greifen die Formensprache der gesamten Parklandschaft auf.

Baden ist im Olympiasee nicht erlaubt. Kleine Bootstouren sind grundsätzlich möglich; aktuelle Angebote sollten saisonal geprüft werden.

Olympiaturm und Olympiastadion: aktuelle Sanierung

Der Olympiaturm ist seit dem 1. Juni 2024 wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen. Der Betreiber nennt aktuell eine voraussichtliche Wiedereröffnung ab Oktober 2027.

Das Olympiastadion ist seit September 2025 sanierungsbedingt geschlossen und kann derzeit nicht regulär besichtigt werden. Auch das Zeltdach wird in mehreren Bauabschnitten saniert.

Der Park selbst, Olympiaberg, Olympiasee und viele Außenbereiche bleiben wichtige frei zugängliche Ziele. Vor dem Besuch sollten aktuelle Sperrungen und Veranstaltungsbereiche geprüft werden.

Olympiapark als Erinnerungsort

Zur Geschichte der Spiele von 1972 gehört auch das Olympia-Attentat. Im Park und im Olympischen Dorf erinnern Gedenkorte an die Opfer und an die Ereignisse des 5. und 6. September 1972.

Der Olympiapark ist deshalb nicht nur ein Ort für Architektur, Freizeit und Sport, sondern auch ein wichtiger Ort der Erinnerungskultur.

Anreise und Besuch des Olympiaparks

Die U-Bahn-Station Olympiazentrum an der U3 ist der zentrale ÖPNV-Zugang. Von dort lassen sich Olympisches Dorf, Sportstätten, Olympiasee und Olympiaberg gut zu Fuß erreichen.

Der frei zugängliche Park eignet sich für einen Spaziergang von zwei bis drei Stunden. Wer Architektur, Erinnerungsorte und angrenzende Ziele wie BMW Welt oder BMW Museum einbezieht, sollte einen halben Tag einplanen.

VisitBayern Tipp

Kombiniere einen Rundgang durch den Olympiapark mit dem Aufstieg auf den Olympiaberg. Gerade zum späten Nachmittag oder Sonnenuntergang bekommst du dort einen starken Blick auf Zeltdach, Skyline und – bei guter Sicht – die Alpen.

Stefan Vogel

Geschrieben von

Stefan Vogel

Gründer, Herausgeber und Autor von VisitBayern

Stefan Vogel ist Gründer, Herausgeber und Autor von VisitBayern. Für VisitBayern ist er regelmäßig selbst in Bayern unterwegs und recherchiert Ausflugsziele, Seen, Wanderungen, Städte sowie besondere Gastgeber vor Ort. Seine persönlichen Erfahrungen, Fotos und Videos verbindet er mit sorgfältig recherchierten und aktuellen Informationen für die Reise- und Ausflugsplanung.
  • Unterwegs in Bayern vor Ort Natur, Kultur & Genuss im Blick Inspiration mit persönlicher Perspektive

Häufige Fragen zum Olympiapark München

Antworten zu Olympiaberg, Olympiaturm, Olympiastadion, Eintritt, Aussicht und Besuchszeit.

Ist der Olympiapark München kostenlos?

Der frei zugängliche Park kann kostenlos besucht werden. Für einzelne Attraktionen, Touren oder Veranstaltungen können Eintrittspreise anfallen.

Wann wurde der Olympiapark gebaut?

Der Olympiapark wurde zwischen 1967 und 1972 für die XX. Olympischen Sommerspiele in München errichtet.

Ist der Olympiaturm 2026 geöffnet?

Nein. Der Olympiaturm ist seit Juni 2024 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Aktuell ist eine Wiedereröffnung ab Oktober 2027 vorgesehen.

Kann man das Olympiastadion 2026 besichtigen?

Das Olympiastadion ist seit September 2025 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen und derzeit nicht regulär zu besichtigen.

Wo hat man im Olympiapark Aussicht über München?

Der Olympiaberg ist ein kostenloser Aussichtspunkt mit Blick über den Park, die Münchner Skyline und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.

Wie lange braucht man für den Olympiapark?

Für einen Rundgang mit Olympiaberg und Olympiasee sind etwa zwei bis drei Stunden sinnvoll. Mit zusätzlichen Zielen oder Veranstaltungen lohnt sich ein halber Tag.

Soll der Olympiapark UNESCO-Welterbe werden?

Ja. Der Olympiapark steht auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe; das Bewerbungsverfahren läuft.

REDAKTIONELL GEPRÜFT

Informationen & Quellen

Zuletzt redaktionell geprüft: 27.10.2026

Die Angaben zu Geschichte, Architektur, Landschaft, Denkmalschutz, Sanierungen und UNESCO-Bewerbung wurden anhand offizieller Informationen des Olympiaparks und der Landeshauptstadt München geprüft. Dynamische Angaben können sich ändern.

Offizielle Quellen:

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